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    Das Lied "Rettet Bruno" ?                   
 


Mai bis Juni 2006.

"Rettet Bruno"
Die tragische Geschichte zwischen Mensch und Bär.
( Bruno JJ1 )


Der Bär ist tot !
Was will dann der Helmut Jenne noch mit seinem Lied "Rettet Bruno" ???

Dieses Lied erinnert uns daran, wer oder was wir Menschen heute wirklich sind !

Ich komme aus Schliersee, einem kleinen Voralpenort im Bundesland
Bayern in Deutschland, wo sich im Jahre 2006 nachfolgendes ereignete:


Im Mai 2006 wanderte ein erst zweijähriger wilder Braunbär - genannt
Bruno JJ1 - von Italien über Österreich bis nach Deutschland bis zu uns
nach Bayern und löste hier damit eine kleine Sensation aus, lange Zeit
beobachtet und verfolgt wurde er aber dann in der Nähe meines
Heimatortes Schliersee am 26.6.2006 erlegt.

Suchen Sie doch mal unter Bär Bruno JJ1 im Internet !
(z.B. sehr ausführlich und unterhaltend informativ auf der Seite
http://www.ergweb.de/html/bk1bruno.html)

Der vorerst letzte Bär in Deutschland war vor 170 Jahren erlegt worden.
Seither galten Bären in Deutschland als ausgestorben.

Bär "Bruno" wurde zunächst von der Bayerischen Staatsregierung
willkommen geheißen. Jedoch als der Bär erste Schafe riss und
Bienenstöcke zerstörte und sich menschlichen Siedlungen näherte (zum
Beispiel durchquerte Bruno die Ortschaft Kochel am See), wurde der Bär
schnell als lebensbedrohlich eingestuft und zunächst zahlreiche vergebliche
Fangversuche und Verfolgungsjagten unternommen, um den Bären
einzufangen.

Immer wieder entkam der raffinierte Bär seinen Verfolgern, auch die
kostspielige Beauftragung finnischer Bärenjäger mit Hunden scheiterte, was
dem Bären bei der bayerischen Bevölkerung viele Sympatien brachte,
andere aber empfanden eine schreckliche Bedrohung durch ein menschen-
und kinderfressendes Raubtier (was es nicht ist!). Die Meinung der Nation
war gespalten.

Wir hatten einfach überhaupt keine Ahnung, was ein Bär ist, und wie man
sich verhalten muss. Eine Aufklärung der Bevölkerung erfolgte nicht.
Schließlich entschloss sich die Bayerische Regierung, den Bären zum
Abschuss freizugeben, trotz Artenschutzprogrammen, und, gegen eine 
Mehrheit der Bevölkerung.

Als die Meldung vom Abschussbefehl in den Medien verbreitet wurde, hatte ich
mich dazu entschlossen, dem Bären ein Lied zu widmen, (aber nicht als
blauäugiger Naturschützer) um ihn "zu retten" und aber auch um auf das
Problem hinzuweisen, was es heute bedeutet, "Mensch" zu sein. Und dieses
Lied "Rettet Bruno" empfinde ich als sehr gelungen.

Einige Regionalradiosender waren sofort bereit, das Lied zu senden, auch um
auf Artenschutz von Wildtieren und Wildtiermanagement hinzuweisen.

Leider zu spät.

Der Bär wurde am 26. Juni 2006 im Rotwandgebiet auf der Kümpflalm
in der Nähe von Bayrischzell und Schliersee durch ein Jägerteam
erlegt, welches bis heute (angeblich wegen Morddrohungen) 
geheimgehalten und vertuscht wird.


Daraufhin entbrannte der Volkszorn und alle Menschen drehten durch.

Die Schlierseer und die Bayerischzeller Gemeinde wurden durch endlose
Telefonanrufe und Einträge im Gästebuch über Monate hinweg nun plötzlich
als NAZIS und Bärenmörder beschimpft. Der "verantwortliche" bayrische
Umweltminister Werner Schnappauf und mutmaßliche Jäger erhielt
Morddrohungen und sollten verklagt werden. Ganz Deutschland suchte nach
einem Schuldigen für den "Bärenmord". Auch der Bär selbst sollte Schuld
sein, aber der hatte niemals einen Menschen direkt bedroht.

Zuletzt entbrannte noch ein Streit um das Bärenfell !

Die Italiener, die Bürgermeister von Bayrischzell und Schliersee
sowie die Bayerische Staatsregierung wollten das Bärenfell in Ermahnung
ausstopfen und ausstellen.



Wer oder was hat aber den Bären getötet ?

Ganz einfach - wir alle.

Wir Menschen haben uns so weit von der wahren Natur entfernt, dass wir
das schon gar nicht mehr merken. Die wahre und verantwortungsvolle
Freiheit haben wir uns selbst längst genommen.

Jedes Lebewesen, das auf dieser Erde geboren wird, auch ein Mensch und
ein Bär, haben das Recht, zu essen, zu trinken, zu "wohnen" und sich das
zu nehmen, was es zum Überleben braucht, aber auch nicht mehr.

Unersättliche Gier nach Macht, Vermögen, Geld, Energie und Überfluss
haben uns weltzerstörerische Systeme, Zäune und Grenzen und irrsinnige
Gesetzte zum Schutz unserer Machthaber beschert. Und die
Menschen sind zu Lohnsklaven und Mietern verkümmert.

Sesshaftwerdung, Viehzucht und Ackerbau haben uns besser ernährt und
explosionsartig vermehrt und damit auch die Probleme für unsere Welt
vervielfacht und wirkliche Bedrohungen geschaffen, die wir so schnell nicht
wieder loswerden. "Wir haben uns selbst aus dem Paradies vertrieben".

Bären und Zecken fürchten wir mehr als ein "sicheres" Atomkraftwerk,
unser Auto oder den Urlaubsflug, auch wenn dadurch jährlich tausende
Kinder / Menschen verletzt, behindert oder getötet werden. Dem Opfer
ist es egal, ob es aus "Arbeitsnotwendigkeit", absichtlich oder
unabsichtlich, durch Mensch oder Tier getötet oder verletzt wurde.
Die Konsequenz bleibt für das Opfer immer die Gleiche.

Der Bär Bruno wurde dafür getötet, weil er "vielleicht" einen Menschen
verletzen hätte können. Warum fahren wir aber dann Auto, fliegen in
Urlaub, bauen Atomkraftwerke ? Durch Technik kommen jährlich
zahlreiche Menschen und Kinder ums Leben.

Der Satz "Was wäre gewesen, hätte der Bär Bruno ein Kind angefallen..."
der hat den Bären letztendlich getötet, und die Befürchtung, dass wenn der
Bär doch einen Menschen verletzt hätte, dann wäre es aus gewesen mit der
Karriere des Umweltministers.

Ja und wir Menschen, wir machen uns brav weiterhin was vor, denn nun ist
der Bär erlegt und das Thema für uns erledigt. Keiner interessiert sich mehr dafür.

Aber vorsicht !   Der nächste Bär, der nächste Supergau, der nächste
Autounfall und der nächste Flugzeugabsturz sind schon wieder
unterwegs ...



Merkwürdige Zufälle zur bayrischen Geschichte oder
spirituelle Mitteilung der Bären an uns Menschen ?

Bär Bruno JJ1 wanderte durch die Ortschaft Kochel am See,
genau dort, wo angeblich der bayrische Freiheitsheld "Schmied von
Kochel"
herstammen soll - 
"...Auch den Schmied von Kochel hat
Bruno schon besucht, denn er liebt die Freiheit, die mancher von uns
sucht..."
heißt es dazu in meinem Lied.

Der Bär ist im Wappen des Freisinger Bistums. Auch Papst Benedikt
stammt aus Bayern und hatte sich mit dem Bären beschäftigt, denn
es gibt eine christliche Geschichte über einen Korbiniansbär.
"...denn in Freising München und Berlin da bist du Wappentier..." heißt
es dazu in meinem Lied.

Auf dem Friedhof Westenhofen in Schliersee liegt der "Wildschütz
Jennerwein"
begraben, ein legendärer Wilderer, der angeblich von einem
Jäger feige von Hinten erschossen wurde, und genau hier wurde auch der
Bär erlegt.
.
"...doch Bruno musst du sterben, wie der Wildschütz
Jennerwein ? Den Wilderer erschießen, muss das denn wirklich sein?..."

heißt es darum in dem Lied.

Alles merkwürdige Parallelen, finden sie nicht ?

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Copyright (C) 2006 by Helmut Jenne, Hub 1, 83727 Schliersee